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Was ist gewiss?




Auf die Frage ,,Was ist gewiss?“ liegt es zunächst nahe mit der menschlichen Logik zu antworten. Also alles was uns durch Verstand und Erfahrung logisch erscheint als gewiss zu definieren.

Aber näher betrachtet lässt sich feststellen, dass beispielsweise Gedanken vom Umfeld beeinflusst werden, von einem selber verhindert, oder erzeugt. Die menschliche Art zu denken, ist gelenkt durch seine Erziehung und Entwicklung, und offensichtlich weicht die Denkweise dabei auch häufiger von Mensch zu Mensch ab.

Ausserdem ist es anzuzweifeln, ob unsere Umwelt so existiert, wie wir sie wahrnehmen, oder ob wir Sinneseindrücke durch Interpretation und Erfahrung so sehr umformen, dass ein verzerrtes Bild gegenüber der Realität entsteht.

Demnach ist das vom Menschen Geschaffene, die sogenannte Gewissheit durch Logik und Verstand, ungewiss.

Wir suchen also etwas dem Menschen gewisses. Etwas worauf er keinen Einfluss nehmen kann, es weder durch seine Logik versteht noch lenken kann.

Wir suchen etwas, was nicht durch den Menschen oder seine Entwicklung von ihm ausgeht. Tun wir dies am Menschen selbst, so fallen als erstes die Gefühle ins Blickfeld.

Gefühle sind für den Menschen weder nachvollziehbar, noch in irgendeiner Weise beeinflussbar, so sehr wir es uns auch manchmal wünschen. Hier versagt die menschliche Logik, die es sonst möglich macht mit Situationen umzugehen, oder Herr dieser zu werden.

Dabei ist jedoch zu unterscheiden zwischen anerzogenen oder erzwungenen Gefühlen wie Verachtung oder Abneigung und den reinen Gefühlen.

Oft wird von Hass gesprochen wo Ablehnung und Verachtung richtige Bezeichnungen wären, denn diese sind mehr oder minder begründet, was den reinen Gefühlen des Menschen wie Hass nicht zu steht. Das ist daran erkennbar, dass eine anerzogene Verachtung, beispielsweise von einer Kultur gegenüber der Anderen, durch das reine menschliche Gefühl Liebe außer Kraft gesetzt werden kann. Hier hat also selbst die Umwelt keinen Einfluss, so sehr sie sich auch manchmal bemüht.

Beispielsweise kann man sagen, dass Mutter- und Vaterliebe keines dieser reinen menschlichen Gefühle ist. Sie sind eher “vorausgesetzte“ Gefühle, die der gesellschaftlichen Norm entsprechen, möglicherweise auch auf einen Instinkt zurückzuführen.

Dass sich daraus Liebe entwickeln kann, sei dahingestellt.

Doch Elternteile die ihren Kindern Gewalt antun oder sie verlassen sind keinesfalls gefühllose Menschen. Auch in ihnen finden sich Hass, Trauer und Liebe. Aber die Zuneigung fehlt, die andere Menschen als Liebe bezeichnen und naturgemäß ihren Kindern entgegenbringen. Erfährt man diese Zuneigung nicht selbst, so kann man sie auch nicht an seine Kinder weitergeben, es sei denn man lernt sie nachträglich von anderen Menschen.

Reine Gefühle werden nicht weitergegeben, oder anerzogen. Dafür sind sie zu mächtig und bestimmend.

Leider wird hier selten eine klare Grenze gezogen, denn genau auf Grund dieses unberechenbaren Charakters der reinen Gefühle denkt der Mensch lieber als zu fühlen.  

Diese unechten, kreierten Gefühle sind also gegensätzlich zu den reinen Gefühlen, nicht gewiss.

 

Noch ein Indiz für die wahre Existenz von reinen Gefühlen zu denen nur Trauer, Liebe und Hass gehören, ist das Versagen der menschlichen Sprache diese einzufangen und zu benennen. Bezeichnet man einen Tisch als Tisch, so hat man eine Möglichkeit gefunden ihn zu erfassen, man hat die Gewissheit hier steht ein Tisch, klar definiert und für andere verständlich.

Den drei Gefühlen des Menschen haben wir zwar auch Bezeichnungen gegeben, doch fällt es uns schwer sie zu beschrieben oder durch Begriffe wiederzugeben. Wir können sie nicht in Worte fassen, es steht jedoch fest, dass jeder Mensch sie fühlen kann.

Denn Hass, Liebe und Trauer bestimmen unser Leben mehr als wir selber es durch Denken Planung und Erfahrung können. Denn in nicht nachvollziehbaren Reaktionen und Aktionen Anderer erkennen wir, dass auch sie diese Gefühle in sich haben. Ob sie bei jedem Menschen gleich vorhanden sind, oder sich gleich anfühlen ist uns unbekannt.

Gewiss ist nur, dass Gefühle das einzige am Menschen sind, worauf weder wir noch der mächtigste Umfeldfaktor Einfluss nehmen können.

Sie sind stärker als alles nach diesem Gedankengang Ungewisse in uns und um uns herum und hiermit Gewissheit.

 

ne? 

8.11.07 15:24
 


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